Kupferkaschierter Aluminium-Lackdraht (CCA)

Lackdraht mit Verbundleiter: Aluminiumkern mit metallurgisch gebundenem Kupfermantel. Elektrisch verhält sich die Oberfläche wie Kupfer, das Gewicht folgt weitgehend dem Aluminium. Der Kupfervolumenanteil ist entsprechend der Produktspezifikation verfügbar; die Wärmeklasse richtet sich nach dem gewählten Lacksystem.

Leiter
Aluminiumkern mit Kupfermantel
Kupfervolumenanteil
Nach Produktspezifikation
Wärmeklassen
155 / 180 / 200 °C
Durchmesser
Projektbezogen
Kupferkaschierter Aluminium-Lackdraht CCA auf Spule - Jingda

Technische Daten

MerkmalAngabe
LeiteraufbauAluminiumkern mit metallurgisch gebundenem Kupfermantel
KupfervolumenanteilEntsprechend der Produktspezifikation verfügbar
Wärmeklassen155 °C, 180 °C, 200 °C je nach Lacksystem
LackauftragGrad 1 und Grad 2
NenndurchmesserProjektbezogen, abhängig von Kupferanteil und Lacksystem
AufmachungKunststoff- und Stahlspulen, Spulentyp nach Vereinbarung
Mindestbestellmenge650 kg je Spezifikation bis Ø 1,50 mm; 2.000 kg je Spezifikation darüber
DokumenteEntsprechende Dokumente und Nachweise sind auf Anfrage verfügbar

Toleranzen, maximaler Außendurchmesser, Durchschlagsspannung und Widerstand je Nenndurchmesser weisen wir im Angebot und im Werkszeugnis aus.

Warum ein Verbundleiter funktioniert

Bei höheren Frequenzen fließt der Strom nicht mehr gleichmäßig über den Querschnitt, sondern verdrängt sich in die äußere Randschicht des Leiters. Genau dort sitzt beim CCA-Draht das Kupfer. Für hochfrequente Wicklungen liegt das elektrische Verhalten deshalb nahe an einer Vollkupferausführung, während der Aluminiumkern das Gewicht und den Materialpreis bestimmt.

Der zweite Vorteil ist prozesstechnisch: Die Oberfläche ist Kupfer. Löten, Schweißen und Crimpen laufen mit den Verfahren, die in Ihrer Fertigung ohnehin etabliert sind. Die typischen Hürden von reinem Aluminium, insbesondere die Oxidschicht bei der Kontaktierung, entfallen.

Wo CCA nicht die richtige Wahl ist, sagen wir das offen: Bei reinen Gleichstromwicklungen mit hohem Leitwertbedarf und knappem Bauraum bleibt Vollkupfer überlegen, weil die Stromverdrängung dort keine Rolle spielt.

Den Kupfervolumenanteil wählen

Der Kupferanteil ist die eigentliche Auslegungsgröße. Er bestimmt Gleichstromleitwert, Gewicht und Preis. Die Betriebsfrequenz entscheidet, wie viel Kupfer überhaupt elektrisch wirksam wird.

AuslegungszielWirkung des Kupfervolumenanteils
Gewicht und Materialkosten minimierenNiedrigerer Kupfervolumenanteil; sinnvoll, wenn die Stromverdrängung bei der Betriebsfrequenz ausgeprägt ist
Ausgewogenes VerhaltenMittlerer Kupfervolumenanteil; der übliche Kompromiss bei mittleren Frequenzen
Hoher GleichstromleitwertHöherer Kupfervolumenanteil; erforderlich bei relevantem Gleichstrom- oder Netzfrequenzanteil

Die verfügbaren Kupfervolumenanteile sind entsprechend der Produktspezifikation verfügbar und werden im Angebot bestätigt.

Senden Sie uns Betriebsfrequenz, geforderten Wicklungswiderstand und den verfügbaren Nutraum. Wir rechnen die Varianten gegen und nennen Ihnen auch dann die passende Lösung, wenn sie nicht CCA heißt.

Anwendungen

Schaltnetzteile
Übertrager und Speicherdrosseln
Induktive Ladesysteme
Sende- und Empfangsspulen
Lautsprecher
Schwingspulen mit reduzierter Masse
Ablenkspulen
Wicklungen mit hoher Windungszahl
Hochfrequenztransformatoren
Wicklungen im Kilohertzbereich
Antennenspulen
RFID- und NFC-Anwendungen
Kleinmotoren
Gewichtssensible Antriebe
Hausgeräte
Induktionsspulen und Kleinübertrager
Beleuchtungstechnik
Vorschaltdrosseln
Signalübertragung
Übertrager in der Nachrichtentechnik

CCA, Kupfer oder Aluminium

KriteriumCCAKupferAluminium
Verhalten bei hoher FrequenzNahe KupferReferenzGeringer
Gleichstromleitwert je QuerschnittZwischen beidenAm höchstenAm niedrigsten
Gewicht je LängeDeutlich unter KupferAm höchstenAm niedrigsten
KontaktierungWie KupferUnkritischAngepasste Verfahren nötig
ProduktseiteDiese SeiteKupferlackdraht Klasse 200Aluminiumlackdraht Klasse 220

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen CCA und reinem Aluminiumlackdraht?

Der CCA-Leiter besteht aus einem Aluminiumkern mit metallurgisch aufgebrachtem Kupfermantel. Nach außen verhält er sich wie Kupfer: löt- und schweißbar, korrosionsbeständiger, bei hohen Frequenzen elektrisch nahe an Vollkupfer. Reiner Aluminiumlackdraht ist günstiger und leichter, verlangt aber angepasste Verbindungstechnik.

Wie viel Kupferanteil brauche ich?

Der Volumenanteil richtet sich nach der Betriebsfrequenz und der geforderten Gleichstromleitfähigkeit. Ein niedrigerer Anteil ist bei ausgeprägter Stromverdrängung üblich, ein höherer Anteil bei relevantem Gleichstrom- oder Netzfrequenzanteil. Die verfügbaren Anteile sind entsprechend der Produktspezifikation verfügbar. Nennen Sie uns Frequenz und Wicklungswiderstand, dann schlagen wir den Anteil vor.

Ist CCA-Draht lötbar?

Die Oberfläche ist Kupfer, damit sind Löten, Schweißen und Crimpen grundsätzlich möglich. Ob ohne Abisolieren gelötet werden kann, hängt vom Lacksystem ab: mit lötbarem Polyurethanlack ja, mit Polyesterimid-Polyamidimid nein.

Welche Wärmeklassen sind lieferbar?

155 °C, 180 °C und 200 °C, je nach gewähltem Lacksystem. Die Klasse ist unabhängig vom Kupferanteil wählbar.

Welches Gewicht spare ich gegenüber Kupfer?

Bei gleichem Leiterdurchmesser liegt das Gewicht deutlich unter dem einer Vollkupferausführung, weil der Aluminiumkern den überwiegenden Volumenanteil stellt. Der genaue Wert hängt vom Kupferanteil ab; wir rechnen ihn für Ihre Spezifikation aus.

Wie verhält sich CCA beim Crimpen?

Wie ein Kupferleiter an der Oberfläche, aber mit weicherem Kern. Crimpparameter sollten deshalb an Mustern verifiziert werden; eine zu hohe Verpressung kann den Aluminiumkern übermäßig verdrängen.

Welche Durchmesser liefern Sie?

Der Durchmesserbereich wird projektbezogen festgelegt, da er von Kupferanteil und Lacksystem abhängt. Senden Sie uns Nenndurchmesser, Wärmeklasse und gewünschten Kupferanteil, dann bestätigen wir die Machbarkeit.

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